Entfernung von Schweißdrüsen


Mehr als 800.000 Menschen in Deutschland leiden unter unkontrolliertem
Schwitzen, der sogenannten
Hyperhidrose. Die Ursache hierfür ist eine Störung des vegetativen
Nervensystems
.
Die Schweißaussonderungen kommen besonders häufig in der Achsel vor, aber auch Hände, Füße und andere Körperregionen können betroffen sein. Die Betroffenen schwitzen unabhängig vonder Jahres oder Tageszeit und von körperlichen Aktivitäten. Ein Mittel gegen Hyperhidrose ist Botolinumtoxin, bekannt als BOTOX r. Die Substanz wird in geringen Mengen in die Unterhaut über die gesamte betroffene Stelle gespritzt.
Die unerwünschte Schweißproduktion
wird somit unterbunden. Die Wirkung hält ca. 6 -8 Monate an, dann
muss erneut gespritzt werden. Eine
andere, dauerhafte Lösung bietet die Schweißdrüsenabsaugung. Die so
genannte Auskürettieren (M.I.S.K.).
Die Schweißdrüsen werden mit einer dünnen Spezialkanüle durch feine Stiche in die Haut der Achselhöhle entfernt. Die Schweißdrüsen wachsen nicht mehr nach. Der Eingriff hält damit praktisch ein Leben- lang. Die Operation wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Diese Methode ist nur unter den Achseln möglich, nicht aber an Händen oder Füßen. Die postoperative Rekonvaleszenz Zeit beträgt ca. 4 -7 Tage.